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Chris de Burgh – Same (1986)

AMIGA 856172
(1 Exemplar – eigene Sammlung)

Vorabinformation:

Im Text sind ein paar Schreibfehler:

  • Ferrymann bzw. Ferryman
  • Synthesizer bzw. Syntesizer
  • Chris de Burgh’s bzw. Chris de Burghs

Covertext

Angefangen hat alles in der normannischen Burg, einem Hotel in Irland. Hier sang der sechzehnjährige Chris seine ersten eigenen Songs zur Gitarre. Vater de Burgh, britischer Herkunft, bestand jedoch darauf, daß Chris sein Abschlußexamen in Französisch und Englisch am Trinity College in Dublin ablegte: „Ich mußte jedoch erkennen, daß man mit einem Abschluß in schöngeistigen Fächern wenig werden konnte, nicht mal Manager einer Bank“, erinnerte sich Chris de Burgh an diesen Lebensabschnitt. „Zufällig bot mir ein Freund einen Job als Sänger in einem Restaurant an, und mit zwei Pfund in der Woche und einem Hamburger pro Abend war ich fein raus.“

1974 nahm die A & M Records den jungen Mann unter Vertrag, bei der er bislang sieben Platten einspielte. Chris de Burgh’s künstlerische Entwicklung vollzog sich unaufhaltsam und leise, d.h. ohne riesigen Aufwand und ohne Spektakel. Die große und steile Karriere des Chris de Burgh begann schon 1975/76, als er solistisch im Vorprogramm von „Supertramp“ auftrat; nahezu parallel dazu gründet er seine erste Band. Es folgte die Debüt-LP „Far Beyond Castle Walls“ 1975. 1980 trat Chris de Burgh mit einem neuen musikalischen Konzept an die Öffentlichkeit, das er mit seiner LP „Eastern Wind“ vorstellt. „Ich schreibe noch immer gern Lieder, aber jetzt konzentriere ich mich auf den Rhythmus …“, kommentiert de Burgh die Richtungsänderung mit dieser LP. „Die Gruppe, mit der ich in den letzten Jahren zusammenarbeitete – sie kommen aus den USA und Kanada – die haben mehr Rock ’n‘ Roll mitgebracht, und ich kam aus Irland, machte irische Folksongs und Balladen …“.

Den Höhepunkt der musikalisch-künstlerischen Entwicklung von Chris de Burgh stellen die beiden letzten Alben „The Getaway“ (1983) und „Man On The Line“ (1984) dar. Für die vorliegende Veröffentlichung wurden von der LP „The Getaway“ die Titel 2, 5, 6, 7, 11 und vom „Man On The Line“-Album die Titel 1, 3, 4, 8, 9 und 10 ausgewählt. De Burgh’s Stärke liegt im Erzählen kleiner Geschichten, die er bewußt in der Schwebe hält. Durch die Verwendung von bildlichen Ausdrücken – z.B. Dunkelheit, Abend, Nacht; Gefahr, Flucht in die Nacht; unsichtbare Stimmen – nehmen seine Lieder zum Teil romantische Züge an. Den angedeuteten düsteren Farben und unbestimmten Gefahrensituationen –  so z. B. in den eindrucksvollen Stücken „Don’t Pay The Ferryman“, „The Ecstasy Of Flight“ (I Love The Night), „Man On The Line“ und „Sight And Touch“ – setzt der Texter, Komponist und Arrangeur Chris de Burgh immer auch die unstillbare Sehnsucht nach Liebe und Zärtlichkeit entgegen. Charakteristisch für diese andere Tendenz sind die Titel „Where Peaceful Waters Flow“ („Wo friedliche Wasser fließen) oder „All The Love I Have Inside“(„Die ganze Liebe, die ich in mir habe“).

Chris de Burgh produzierte bisher keine Konzeptalben. Er setzt vielmehr auf eine konsequent ausgearbeitete Mischung aus Elementen des Rock ’n‘ Roll, der Ballade und stilisierter irischer Folksongs. Bei der Produktion der Titel der vorliegenden Platte bediente er sich moderner Instrumentation. Die von Rubert Hine perfekt eingesetzten Keyboards und Synthesizer werden zur Grundlage für die ebenfalls von Chris de Burghs selbst besorgten Arrangements.

In „The Ecstasy Of Flight“ (I Love The Night) erzeugt der Synthesizer verschiedene Farben, imitiert einen auf den Text sehr pointierten Bläsersatz. In einer anderen Komposition (Sight And Touch) spielen Keyboards und Syntesizer ebenfalls eine wichtige Rolle. Eingespielt ohne Gitarren, stützen diese Instrumente mit einem gefühlvollen Schleier den feinen, manchmal wie eine leise Mahnung unverwechselbaren Gesang Chris de Burghs. Lauter und leiser werdende Synthesizer in den Balladen „Much More Than This“ oder „All The Love I Have Inside“; vorwärtstreibende, konternde oder das Zusammenspiel der Gitarren füllende Klangfarben, erzeugt von elektronischen Tasteninstrumenten, lassen die Kompositionen Chris de Burgh’s nie eintönig werden.

Michael Manthey (1986)

Titelliste

A1 – High On Emotion – 4:25

A2 – Don’t Pay The Ferrymann –  3:48

A3 –  The Ecstasy Of Flight (I Love The Night) – 4:01

A4 – Man On The Line – 4:24

A5 – Where Peaceful Waters Flow – 3:54

B1 –  Ship To Shore –  3:47

B2 – Living On The Island – 3:29

B3 – Sight And Touch – 3:14

B4 – Much More Than This – 2:57

B5 – The Head And The Heart – 3:59

B6 – All The Love I Have Inside – 3:15

Kompositionen, Texte und Arragements:
Chris de Burgh

Übernahme von Deutsche Grammophon Gesellschaft mbh, Hamburg/BRD

VEB DEUTSCHE SCHALLPLATTEN BERLIN DDR
Made in the German Democratic Republic
Foto: DGG
Lithografie und Druck: VEB VMW „Ernst Thälmann“,
Werk Gotha-Druck
Ag 511/01/86/A   Verpackung nach TGL 10609

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