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Electric Light Orchestra (1980)

AMIGA 855722
(eigene Sammlung)

Vorbetrachtung

Bei dieser AMIGA-LP wurde die Vorderseite der Original-LP 1:1 übernommen und als Rückseite ein Bild aus der inneren Plattenhülle. Die im Original vorhanden Songtexte, wurden entfernt und durch den üblichen LP-Texte ersetzt.

Die Titel sind mit der Original-LP identisch. Bei einigen gibt es aber in der Länge bis zu drei Sekunden Abweichungen gegenüber dem Original.

Covertext

In der Entwicklung der konzertanten Rockmusik hat sich während der vergangenen zehn Jahre das „Electric Light Orchestra“ einen klangvollen Namen geschaffen. Die Abkürzung „ELO“ ist zum Synonym für Qualität, ernsthafte Arbeit und gute Musik geworden.

Als im Jahre 1969 drei Musiker der Birminghamer Formation „The Move“ das „Electric Light Orchestra“ gründeten, erstrebten sie eine Verschmelzung von klassischer und konzertanter Rockmusik. Man wollte das weiterführen, was die Beatles mit „I Am The Walrus“ im Herbst 1967 erfolgreich demonstriert hatten: Die Bereicherung des Gitarrensounds durch Instrumente und Stimmen. Dazu gehörten bei den Beatles acht Violinen, vier Violoncelli, drei Hörner, Mellotron, eine „Radiostimme“ und je sechs Frauen- und Männerstimmen. Es wurden elektronische Effekte eingesetzt, man experimentierte mit Geräuschen und den Möglichkeiten moderner Studiotechnik.

Die ersten Versuche des ELO ergaben anfangs mehr ein Neben- als ein Miteinander. Man arbeitete zielstrebig weiter, es gab innerhalb der Formation mehrfach Auswechslungen der Musiker, und 1972 gelang der Gruppe mit der Schallplatte „Electric Light Orchestra“ der künstlerische Durchbruch. Dieser Erfolg wurde von der 1973er Langspielplatte „ELO II“ noch übertroffen. Mit dem Konzeptalbum „Eldorado“ war dann auch die internationale Spitze erreicht worden. Die Schallplatte „Out Of The Blues“ löste 1977 ein weltweites Echo aus. Mit ihrer jüngsten Langspielplatte „Discovery“ wollen die Musiker des ELO beweisen, daß sie eine „Entdeckung gemacht haben: Das Angleichen an modische musikalische Trends.

Zur Besonderheit des ELO-Instrumentariums gehören zum ersten die der klassischen Musik entsprechenden Streichinstrumente Violine und Violoncello, zum zweiten der Einsatz eines „Yamaha-Synthesizers CS 80″, der polyphon gespielt werden kann und eine Vielzahl von Effektreglern aufweist: Ringmodulator, Anschlagkontrolle, Sub-Oszillator, Sustain, Slide, Resonanz, Brillanz, Tremolo und ein Speicher-teil, der es ermöglicht, sechs Sounds eigener Wahl zu programmieren und auf Knopfdruck abzurufen.

Die Musiker des ELO

Jeff Lynne, geboren 1947, zeichnet für Gitarre, Synthesizer und Leadgesang verantwortlich. Er spielte bei den Formationen „Move“ und „The Idle Race“ mit Roy Wood zusammen und übernahm nach dessen Weggang die Leitung des ELO. Er textet und komponiert alle Songs und Stücke, ist der Produzent der Gruppe und gilt als unermüdlicher Studio-Bastler. Als sein Vorbild nennt er das Beatles-Gespann John Lennon/ Paul McCartney.

Roy „Bev“ Bevan, geboren 1945 ist Schlagzeuger und Background-Vokalist. Er spielte u. a. mit Danny Laine, den „Diplomates“, „Carl Wayne and the Vikings“ und seit 1966 mit der Gruppe „Move“. Dort lernte er Jeff Lynne kennen, dessen Partner er bis zur Stunde geblieben ist. Bevans Vorbild ist der Jazzdrummer Buddy Rich.

Der Keyboardspieler Richard Tandey, geboren 1948, lernte bereits während seiner Schulzeit Bev Bevan kennen. Bis zum Jahre 1968 spielte Tandey in verschiedenen Gruppen seiner Vaterstadt Birmingham und war von Anfang an Mitglied des ELO.

Mik Kaminski, geboren 1951, studierte Violine an der Leeds School of Music, wurde 1971 Mitglied der Gruppe „Joe Soap“, spielte danach in der Formation „Low“ und gehört seit 1973 zum ELO.

Hugh McDowell, geboren 1953, begann das Spiel auf dem Violoncello mit vier Jahren, gewann als Zehnjähriger ein Stipendium an der Menuhin School of Music und spielte in mehreren Londoner Sinfonieorchestern. Mit Roy Wood gründete McDowell die Gruppe „Wizzard“, kehrt jedoch 1973 wieder zum ELO zurück.

Auch Melvyn Gale, geboren 1952, erhielt eine klassische Ausbildung als Violoncellist an der Royal Academy und der Guildhall School of Music. Vor seinem Eintritt ins ELO spielte Gale im Londoner Youth Symphony Orchestra und in der Glyndbourner Opera Company.

Kelly Groucutt, geboren 1945, wirkt im ELO als Bassist und Vokalist. Er begann seine musikalische Laufbahn mit fünfzehn Jahren. Vor seinem Eintritt ins ELO war er Mitglied der Formation „Marble Arch“. Als seine musikalischen Vorbilder nannte Groucutt u. a. Jeff Lynne und Crosby, Stills, Nash & Young.

Gottfried Schmiedel (1980)

Titelliste

A1- Shine A Little Love – 4:45

A2 – Confusion – 3:42

A3 – Need Her Love – 5:13

A4 – The Diary Of Horace Wimp – 4:19

B1 – Last Train To London – 4:32

B2 – Midnight Blue – 4:20

B3 – On The Run – 3:57

B4 – Wishing – 4:15

B5 – Don’t Bring Me Down – 4:05

Electric Light Orchestra

Kompositionen, Texte und Arrangements:
Jeff Lynne

Übernahme von CBS, New York/USA
(P) 1979

Schallplatte und Abtastnadel von Staub freihalten.
Schallplatten entweder senkrecht stehend
oder auf ebener Unterlage bis zu 20 Stück
übereinanderliegend aufbewahren.
Umgebungstemperaturen über +35 °C vermeiden.

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