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Fleetwood Mac – Rumours (1979)

AMIGA 855677
WB 56 344
(1 Exemplar – eigene Sammlung)

Covertext

In den sechziger Jahren waren für Großbritannien nicht nur die Beatles typisch. Auch die „Schulen des weißen Blues“ um Alexis Korner und John Mayall übten ihren Einfluß aus, indem sie mit ihren häufig wechselnden Besetzungen einer Vielzahl britischer Musiker zu einer günstigen Startposition verhalfen. Zu den ehemaligen Mitspielern John Mayall’s gehörten auch Mick Fleetwood (dr), John McVie (bg) und der für Eric Clapton zu Mayall gekommene Gitarrist Peter Green. Dieses Trio trennte sich im August 1967 von John Mayall’s Bluesbreakers, um mit dem kurze Zeit später hinzugenommenen Jeremy Spencer (g, voc, p) FLEETWOOD MAC zu gründen. 1968 kam Danny Kirwan als dritter Gitarrist hinzu. Die Gruppe behielt ihre bei Mayall erhaltene Blues-Orientierung bei. In den frühen Aufnahmen sind Einflüsse von Elmore James, B. B. King oder Memphis Slim deutlich hörbar. Aus dieser Periode stammen auch drei Langspielplatten, die gemeinsam mit Eddie Boyd, Otis Spann sowie in einer Jam-Session mit Shakey Horton, Willie Dixon, Otis Spann, Buddy Guy u. a. entstanden. Parallel dazu begann sich FLEETWOOD MAC, ausgehend vom Blues Kontext, stilistisch zu erweitern. Mit Titeln wie „Bleck Magic Woman“ (später von Carlos Santana zum Welterfolg geführt), „Man Of The World“, „Oh Well“, „Green Manalishi“ und vor allem mit dem überaus erfolgreichen Instrumental „Albatross“ hatte es FLEETWOOD MAC zu Popularität gebracht. Nachdem Peter Green für den Versuch einer Karriere als Solo-Gitarrist plötzlich ausschied, traten 1970 bei FLEETWOOD MAC, vor allem geprägt von Jeremy Spencer, die Einflüsse des Rock’n‘ Roll der 50er Jahre stärker in den Vordergrund, was die 1970er LP „Kiln House“ deutlich dokumentiert. 1971 gab auch Spencer seine Musikerlaufbahn auf und wurde durch Bob Welch ersetzt. Zu dieser Zeit schloß sich John McVie’s Frau Christine fest der Gruppe an. Sie hatte bis 1969 unter ihrem Mädchennamen Christine Perfect Chicken Shack als Sängerin und an den Keyboards zum Erfolg verholfen und FLEETWOOD MAC bereits bei der Produktion von „Kiln House“ im Studio assistiert. 1972 ging auch Danny Kirwan und einige Zeit gehörten Bob Weston (g, voc) und Long John Baldry, Dave Walker (voc, harm) von Savoy Brown sowie Steve Nye und Doug Graves (keyboards) FLEETWOOD MAC an. Die Gruppe existierte und produzierte weiter, doch der häufige Besetzungswechsel hemmte ihre Entwicklung. Zwar konnte sie sich 1974 mit „Heroes Are Hard To Find“ in der Besetzung Fleetwood, Weston, Welch, John und Christine McVie wieder gut plazieren, doch bedurfte es der endgültigen Stabilisierung der Besetzung, um mehr als die Aufmerksamkeit treuer Anhänger zu erreichen. „Immer, wenn es notwendig ist, machen wir uns tüchtig an die Arbeit“, erklärte Mick Fleetwood. So machte er sich 1975, als neben ihm nur noch das Ehepaar McVie verblieben war, auf die Suche und fand das talentierte kalifornische Gesangsduo Stevie Nicks/Lindsey Buckingham und gleichzeitig in Buckingham einen neuen Gitarristen. In dieser für eine Rockgruppe nicht häufigen Besetzung von zwei weiblichen und drei männlichen Mitgliedern ging die Gruppe mit der programmatisch schlicht und einfach „FLEETWOOD MAC“ betitelten LP ins Rennen. Der Erfolg gab ihnen recht. Auf dem in jahrelanger Zusammenarbeit gewachsenen Rhythmus-Fundament John McVie/Mick Fleetwood verdichteten sich Stevie Nicks und Lindsey Buckingham mit Christine McVie zum präzisen Gesangssatz, aus dem sie sich abwechselnd mit solistischen Leistungen hervorhoben. Mit diesem, von Buckingham’s und Christine McVie’s überlegtem und sparsamen Instrumentaleinsatz komplettierten Erfolgsrezept machte sich FLEETWOOD MAC an die Produktion der LP „Rumours“, die zu ihrer bisher erfolgreichsten wurde.

FLEETWOOD MAC verdankt diesen Erfolg sicher der Tatsache, daß die nach langen Jahren angestrebte Gruppenidentität nun erreicht war. Alle seither aufgenommenen Impulse wurden organisch verarbeitet und zu einem schwer kategorisierbaren Sound verdichtet. Und so spannt sich auf der vorliegenden LP der Bogen von lyrischen Balladen wie „Songbird“ oder „Oh Daddy“ bis hin zum rockigen „Go Your Own Way“ und dem im Boogie-Idiom angelegten „Don’t Stop“.

Ulrich Gnoth (1979)

Titelliste

A1 – Second Hand News – 2:43
(Lindsey Buckingham)

A2 – Dreams – 4:14
(Stevie Nicks)

A3 – Never Going Back Again – 2:20
(Lindsey Buckingham)

A4 – Don’t Stop – 3:11
(Christine McVie)

A5 – Go Your Own Way – 3:38
(Lindsey Buckingham)

A6 – Songbird – 3:17
(Christine McVie)

B1 – The Chain – 4:24
(Buckingham / McVie / Nicks / Fleetwood / McVie)

B2 – You Make Loving Fun – 3:31
(Christine McVie)

B3 – I Don’t Want To Know – 3.11
(Stevie Nicks)

B4 – Oh Daddy – 3:54
(Christine McVie)

B5 – Gold Dust Woman – 4:51
(Stevie Nicks)

Fleetwood Mac:
John McVie
Lindsey Buckingham
Stevie Nicks
Mick Fleetwood
Christine McVie

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