{"id":440,"date":"1976-12-31T23:57:46","date_gmt":"1976-12-31T21:57:46","guid":{"rendered":"http:\/\/www.amiga-lps.de\/?p=440"},"modified":"2021-04-06T21:26:41","modified_gmt":"2021-04-06T19:26:41","slug":"harry-belafonte-1976","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.amiga-lps.de\/index.php\/harry-belafonte-1976\/","title":{"rendered":"Harry Belafonte (1976)"},"content":{"rendered":"<p>AMIGA 855482<br \/>\n(1 Exemplar &#8211; eigene Sammlung)<br \/>\nDanke f\u00fcr das Geschenk an Thomas B., Erfurt<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n\n\t\t<style type=\"text\/css\">\n\t\t\t#gallery-1 {\n\t\t\t\tmargin: auto;\n\t\t\t}\n\t\t\t#gallery-1 .gallery-item {\n\t\t\t\tfloat: left;\n\t\t\t\tmargin-top: 10px;\n\t\t\t\ttext-align: center;\n\t\t\t\twidth: 50%;\n\t\t\t}\n\t\t\t#gallery-1 img {\n\t\t\t\tborder: 2px solid #cfcfcf;\n\t\t\t}\n\t\t\t#gallery-1 .gallery-caption {\n\t\t\t\tmargin-left: 0;\n\t\t\t}\n\t\t\t\/* see gallery_shortcode() in wp-includes\/media.php *\/\n\t\t<\/style>\n\t\t<div id='gallery-1' class='gallery galleryid-440 gallery-columns-2 gallery-size-thumbnail'><dl class='gallery-item'>\n\t\t\t<dt class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/www.amiga-lps.de\/index.php\/harry-belafonte-1976\/855482_belafonte_f\/'><img width=\"150\" height=\"150\" src=\"https:\/\/www.amiga-lps.de\/wp-content\/uploads\/855482_belafonte_f-150x150.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"\" loading=\"lazy\" aria-describedby=\"gallery-1-444\" srcset=\"https:\/\/www.amiga-lps.de\/wp-content\/uploads\/855482_belafonte_f-150x150.jpg 150w, https:\/\/www.amiga-lps.de\/wp-content\/uploads\/855482_belafonte_f-300x300.jpg 300w, https:\/\/www.amiga-lps.de\/wp-content\/uploads\/855482_belafonte_f.jpg 800w\" sizes=\"(max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/dt>\n\t\t\t\t<dd class='wp-caption-text gallery-caption' id='gallery-1-444'>\n\t\t\t\tAMIGA 8 55 482 Cover\n\t\t\t\t<\/dd><\/dl><dl class='gallery-item'>\n\t\t\t<dt class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/www.amiga-lps.de\/index.php\/harry-belafonte-1976\/855482_belafonte_r\/'><img width=\"150\" height=\"150\" src=\"https:\/\/www.amiga-lps.de\/wp-content\/uploads\/855482_belafonte_r-150x150.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"\" loading=\"lazy\" aria-describedby=\"gallery-1-443\" srcset=\"https:\/\/www.amiga-lps.de\/wp-content\/uploads\/855482_belafonte_r-150x150.jpg 150w, https:\/\/www.amiga-lps.de\/wp-content\/uploads\/855482_belafonte_r-300x300.jpg 300w, https:\/\/www.amiga-lps.de\/wp-content\/uploads\/855482_belafonte_r.jpg 800w\" sizes=\"(max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/dt>\n\t\t\t\t<dd class='wp-caption-text gallery-caption' id='gallery-1-443'>\n\t\t\t\tAMIGA 8 55 482 R\u00fcckseite\n\t\t\t\t<\/dd><\/dl><br style=\"clear: both\" \/>\n\t\t<\/div>\n\n<h2>Covertext<\/h2>\n<p>Ob Harry Belafonte zu urw\u00fcchsigen Calypso-Rhythmen sozialkritische Texte oder heitere Karneval-Episoden vortr\u00e4gt, ihm geht es in jedem Fall darum, den Menschen eine Botschaft zu vermitteln, die sie bereichert. Der \u00dcberzeugung getreu, da\u00df Musik eine ver\u00e4ndernde Kraft sein kann, greift er mit seinen Folk-Balladen mitten hinein ins volle Menschenleben, schildert er Freuden und Leiden, gestaltet er Geschehnisse, wie sie waren oder sein k\u00f6nnen; doch niemals wendet er sich solchen zu, die es nie geben wird. Zeit seines Lebens war und ist er darauf bedacht, den Gefahren standardisierter Musikproduktionen zu entgehen und keine Titel zu verbreiten, die ohne Substanz sind, Gef\u00fchle gl\u00e4tten und Gedanken einschl\u00e4fern sollen.<\/p>\n<p>Belafonte geht es darum, die Sinne seiner Zuh\u00f6rer zu sch\u00e4rfen. Dem Unrecht, der sozialen Ungleichheit und der Rassendiskriminierung gilt sein st\u00e4ndiger Kampf. Als ehemaliger kultureller Berater des Peace Corps geh\u00f6rt er zu den f\u00fchrenden Begr\u00fcndern der Civil Rights Bewegung. Eng mit Dr. Martin Luther zu dessen Lebzeiten verbunden, ernannte man Belafonte zu einem der drei Verwalter seines Nachlasses.<\/p>\n<p>Belafonte, geboren am 1. M\u00e4rz 1927 in New York, war noch ein Kind, als er mit seinen Eltern nach Jamaica zog. Mit wachen Sinnen nahm er w\u00e4hrend des 5j\u00e4hrigen Aufenthaltes das Leben der farbigen Mitb\u00fcrger in sich auf und entdeckte die Ausdruckskraft unverf\u00e4lschter Calypso-Melodien.<\/p>\n<p>Nach New York zur\u00fcckgekehrt, besuchte er die George Washington High School; was nicht ausschlo\u00df, da\u00df er nach Absolvierung der Dienstzeit bei der US-Navy froh sein mu\u00dfte, einen Posten als B\u00fchnenarbeiter zu bekommen. Sein Interesse an den Darbietungen des American Negro Theatre wurde schlie\u00dflich so stark, da\u00df er beschlo\u00df, an dem von Erwin Piscator begr\u00fcndeten Dramatic Workshop Schauspielunterricht zu nehmen.<\/p>\n<p>Der Zufall wollte es, da\u00df Belafonte in einer Auff\u00fchrung des Dramatic Workshop zu singen hatte. Seine originelle Art fiel auf und brachte ihm einen Vertrag in einem New Yorker Nachtklub ein. Doch Belafonte vermochte dem Interpretieren trivialer Schlager keinen Geschmack abzugewinnen. Ohne R\u00fccksicht auf erste finanzielle Erfolge quittierte er das Engagement und \u00fcbernahm mit Freunden in Greenwich Village ein kleines Restaurant, dessen Publikum sich f\u00fcr amerikanische Folklore interessierte. Nicht selten wurde hier zur Gitarre gegriffen und gesungen. Belafonte f\u00fchlte sich angesprochen. Gemeinsam mit dem Gitarristen Millard Thomas baute er sich Ende 1950 ein Repertoire alter und neuer Folk-Balladen auf. Die progressiven Kritiker des New Yorker K\u00fcnstlerviertels waren begeistert. Ein Vertrag mit der Plattenfirma RCA sowie zwei Filme waren die Folge: \u201eBright Road\u201c und \u201eCarmen Jones\u201c. In Otto Premingers viel diskutierter Fassung von Bizets Carmen spielte Belafonte den Don Jos\u00e9. Die Titelmelodie seines dritten Films \u201eIsland In The Sun\u201c wurde in die vorliegende Zusammenfassung aufgenommen.<\/p>\n<p>1956 \u00fcbernahm Belafonte die Hauptrolle in dem Theaterst\u00fcck \u201eThree For Tonight\u201c am Broadway; es erschien sein erstes Calypso-Album, das seinen internationalen Ruf festigte. 1958 gastierte er u.a. in Europa und erfreute hier wie andernorts Millionen Zuh\u00f6rer. Zwischendurch produzierte er weitere Filme, Fernsehsendungen und Schallplatten.<\/p>\n<p>Die vorliegende Auswahl beinhaltet zum einen seine bekannten \u201eklassischen\u201c Nummern wie \u201eMatilda\u201c und \u201eDay-O\u201c, zum anderen wurden Titel aufgenommen, die Belafontes Ausdrucksskala umfassend charakterisieren. Sein Talent, unterschiedlichsten Situationen und Menschengestalten gerecht zu werden, versetzt immer wieder in Erstaunen. Deutlich zeigt sich das bei einem Titel wie \u201eMatilda\u201c, wo er die wiederkehrenden Zeilen st\u00e4ndig in neuem Licht erscheinen l\u00e4\u00dft. In der Gestaltung der ungetreuen und diebischen Matilda, die mit den ersparten 500 Dollar auf und davon ist, mischen sich aufs K\u00f6stlichste erregte, humorige, satirische und warnende T\u00f6ne.<\/p>\n<p>\u201eDay-O\u201c, das Klagelied der ausgebeuteten Arbeiter in den Bananen-Plantagen, ist einer der bekanntesten und typischsten Belafonte-Calypsos. Deutlich zeichnet sich hier der spannungsvolle Wechselgesang zwischen dem Vors\u00e4nger und dem Chor ab. Eine Tradition, die auf afrikanische Urelemente verweist. Gro\u00dfartig auch hier, wie bei den meisten Titeln, der nahezu unbegleitete Einleitungsgesang, der den Zuh\u00f6rer auf den Inhalt einstimmt.<\/p>\n<p>In \u201eBlack And White (Together)\u201c setzt sich Belafonte f\u00fcr die \u00dcberwindung der Rassenschranken zwischen Wei\u00dfen und Negern in den USA ein.<\/p>\n<p>\u201eIsland In The Sun\u201c ist einer der musikalisch eing\u00e4ngigsten Titel. Die warmherzigen T\u00f6ne entsprechen der Liebe, die der von den V\u00e4tern zum Bl\u00fchen erweckten Insel entgegengebracht wird.<\/p>\n<p>\u201eCu Cu Rru Cu Cu Paloma\u201c ist eine Serenade auf die wei\u00dfe Taube, als Symbol der Sehnsucht und des Gl\u00fccks; \u00fcberzeugend, wie es Belafonte versteht, den langgehaltenen T\u00f6nen wechselnde Gef\u00fchlsschattierungen zu unterlegen.<\/p>\n<p>\u201eCocoanut Woman\u201c gibt ein pralles St\u00fcck Volksleben wieder. Man sieht sie f\u00f6rmlich vor sich: die Frau mit den Kokosn\u00fcssen, die mit kr\u00e4ftiger Stimme die Vorz\u00fcge ihrer Ware anbietet und dabei vor keiner \u00dcbertreibung zur\u00fcckschreckt.<\/p>\n<p>In \u201eCotton Fields\u201c, einem swingenden Titel mit Instrumentalchorussen, klingen erneut sozialkritische T\u00f6ne an: Die Arbeit auf den Baumwollfeldern ist hart; der Bo\u00df ist grausam und unerbittlich.<\/p>\n<p>In dem abschlie\u00dfenden \u201eCarnival-Medley\u201c zieht Belafonte noch einmal alle Register seiner bewundernswert-vielseitigen Gestaltungskunst. Das Ergebnis ist ein St\u00fcck erlebten und erf\u00fchlten Volkslebens: deftig, ungest\u00fcm, humorvoll, herzlich. Und man h\u00f6rt es bei diesem Mitschnitt eines \u00f6ffentlichen Konzertes: S\u00e4nger und Publikum bilden bei diesen Darbietungen eine untrennbare Einheit. Diese Musik geht zu Herzen, anders w\u00e4ren die unz\u00e4hlbaren Zwischent\u00f6ne, Einw\u00fcrfe, imitierten Stimmen und Instrumente, aus der Situation des Augenblicks geboren, nicht denkbar. Thema dieses Medleys popul\u00e4rer Trinidad-Lieder: Man k\u00f6nnte alles abschaffen, selbst Weihnachten und Neujahr &#8211; nur den Karneval nicht, der es erlaubt, mit lachender Maske tiefe Wahrheiten vorzutragen.<\/p>\n<address>H. P. Hofmann (1976)<\/address>\n<h2>Titelliste<\/h2>\n<p>A1 &#8211; <strong>Matilda, Matilda<\/strong> &#8211; 3:35<br \/>\nKomposition und Text: H. Thomas \/ Belafonte \/M. Thomas<br \/>\nOrchester Tony Scott und Chor<\/p>\n<p>A2 &#8211; <strong>Day-O<\/strong> &#8211; 3:02<br \/>\nKomposition und Text: Belafonte \/ Burgess \/ Attaway<br \/>\nOrchester Tony Scott und Chor<\/p>\n<p>A3 &#8211; <strong>Black And White<\/strong> (Together) &#8211; 3:14<br \/>\nKomposition und Text: R. MacDonald \/ Francis<br \/>\nArrangement: Frankie Francis<br \/>\nChor<br \/>\nStudio-Orchester<br \/>\nLeitung: Ralph MacDonald<\/p>\n<p>A4 &#8211; <strong>Island In The Sun<\/strong> &#8211; 3:21<br \/>\nKomposition und Text: Belafonte \/ Burgess<br \/>\nOrchester Bob Corman und Chor<\/p>\n<p>A5 &#8211; <strong>Cu Cu Rru Cu Cu Paloma<\/strong> &#8211; 5:25<br \/>\nKomposition und Text: Mendez Millard Thomas und Frantz Casseus, Gitarre<br \/>\nBegleitorchester<\/p>\n<p>A6 &#8211; <strong>Cocoanut Woman<\/strong> &#8211; 2:50<br \/>\nKomposition und Text: Belafonte \/ Burgess<br \/>\nOrchester Bob Corman und Chor<\/p>\n<p>B1 &#8211; <strong>Cotton Fields<\/strong> &#8211; 5:18<br \/>\nKomposition und Text: Carter<br \/>\nStudio-Orchester<br \/>\nLeitung: Dennis Farnon<\/p>\n<p>B2 &#8211;<strong> Carnival-Medley<\/strong> &#8211; 14:09<br \/>\na) <strong>Don&#8217;t Stop The Carnival<\/strong><br \/>\nKomposition und Text: MacDonald \/ Salter<br \/>\nb) <strong>Jean &amp; Dinah<\/strong><br \/>\nKomposition und Text: Allen<br \/>\nc) <strong>Mama Look At Booboo<\/strong><br \/>\nKomposition und Text: Belafonte \/ MacDonald<br \/>\nd) <strong>Jump In The Line<\/strong><br \/>\nKomposition und Text: DeLeon \/ Bill<br \/>\ne) <strong>Marianne<\/strong><br \/>\nKomposition und Text: Eaton<br \/>\nf) <strong>Sly Mongoose<\/strong><br \/>\nKomposition und Text: Elliot<br \/>\ng) <strong>Zombie Jamboree<\/strong><br \/>\nKomposition und Text: Mauge<br \/>\nArrangement: Belafonte \/ MacDonald<br \/>\nAkkordeon- und Vokal-Solo: Sivuca und der Howard Roberts-Chor<br \/>\nBegleitorchester<br \/>\nLeitung: John Cartwright<br \/>\nLive-Mitschnitt 1972 im O&#8217;Keefe-Centre, Toronto (Kanada)<\/p>\n<p><strong>Hergestellt von Originalaufnahmen von RCA-Schallplatten<\/strong><\/p>\n<p>Gestaltung: Gerd Semder<br \/>\nFoto: RCA<\/p>\n<p>VEB DEUTSCHE SCHALLPLATTEN BERLIN DDR<br \/>\nMade in German Democratic Republic<\/p>\n<p>VEB Gotha-Druck Ag 511\/01\/76 Verpackung nach TGL 10609<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>AMIGA 855482 (1 Exemplar &#8211; eigene Sammlung) Danke f\u00fcr das Geschenk an Thomas B., Erfurt<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":444,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[95,74,231,240,46,99,238],"tags":[111],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.amiga-lps.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/440"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.amiga-lps.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.amiga-lps.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.amiga-lps.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.amiga-lps.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=440"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.amiga-lps.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/440\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1243,"href":"https:\/\/www.amiga-lps.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/440\/revisions\/1243"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.amiga-lps.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media\/444"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.amiga-lps.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=440"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.amiga-lps.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=440"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.amiga-lps.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=440"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}