{"id":281,"date":"1966-12-31T23:59:47","date_gmt":"1966-12-31T21:59:47","guid":{"rendered":"http:\/\/www.amiga-lps.de\/?p=281"},"modified":"2022-03-09T23:32:56","modified_gmt":"2022-03-09T22:32:56","slug":"ray-charles-1966","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.amiga-lps.de\/index.php\/ray-charles-1966\/","title":{"rendered":"Ray Charles (1966)"},"content":{"rendered":"<p>AMIGA 850063<br \/>\n(1 Exemplar &#8211; Eigene Sammlung)<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n\n\t\t<style type=\"text\/css\">\n\t\t\t#gallery-1 {\n\t\t\t\tmargin: auto;\n\t\t\t}\n\t\t\t#gallery-1 .gallery-item {\n\t\t\t\tfloat: left;\n\t\t\t\tmargin-top: 10px;\n\t\t\t\ttext-align: center;\n\t\t\t\twidth: 50%;\n\t\t\t}\n\t\t\t#gallery-1 img {\n\t\t\t\tborder: 2px solid #cfcfcf;\n\t\t\t}\n\t\t\t#gallery-1 .gallery-caption {\n\t\t\t\tmargin-left: 0;\n\t\t\t}\n\t\t\t\/* see gallery_shortcode() in wp-includes\/media.php *\/\n\t\t<\/style>\n\t\t<div id='gallery-1' class='gallery galleryid-281 gallery-columns-2 gallery-size-thumbnail'><dl class='gallery-item'>\n\t\t\t<dt class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/www.amiga-lps.de\/index.php\/ray-charles-1966\/850063_charles_f\/'><img width=\"150\" height=\"150\" src=\"https:\/\/www.amiga-lps.de\/wp-content\/uploads\/850063_charles_f-150x150.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"\" loading=\"lazy\" aria-describedby=\"gallery-1-286\" srcset=\"https:\/\/www.amiga-lps.de\/wp-content\/uploads\/850063_charles_f-150x150.jpg 150w, https:\/\/www.amiga-lps.de\/wp-content\/uploads\/850063_charles_f-300x300.jpg 300w, https:\/\/www.amiga-lps.de\/wp-content\/uploads\/850063_charles_f.jpg 800w\" sizes=\"(max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/dt>\n\t\t\t\t<dd class='wp-caption-text gallery-caption' id='gallery-1-286'>\n\t\t\t\tAMIGA 8 50 063 Cover\n\t\t\t\t<\/dd><\/dl><dl class='gallery-item'>\n\t\t\t<dt class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/www.amiga-lps.de\/index.php\/ray-charles-1966\/850063_charles_r\/'><img width=\"150\" height=\"150\" src=\"https:\/\/www.amiga-lps.de\/wp-content\/uploads\/850063_charles_r-150x150.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"\" loading=\"lazy\" aria-describedby=\"gallery-1-285\" srcset=\"https:\/\/www.amiga-lps.de\/wp-content\/uploads\/850063_charles_r-150x150.jpg 150w, https:\/\/www.amiga-lps.de\/wp-content\/uploads\/850063_charles_r-300x300.jpg 300w, https:\/\/www.amiga-lps.de\/wp-content\/uploads\/850063_charles_r.jpg 800w\" sizes=\"(max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/dt>\n\t\t\t\t<dd class='wp-caption-text gallery-caption' id='gallery-1-285'>\n\t\t\t\tAMIGA 8 50 063 R\u00fcckseite\n\t\t\t\t<\/dd><\/dl><br style=\"clear: both\" \/>\n\t\t<\/div>\n\n<h2>Cover-Text<\/h2>\n<p>Mit Ray Charles verbindet sich eine der glanzvollsten Karrieren, die der Jazz kennt. Seine Kindheits- und Jugendjahre gaben allerdings den wenigsten Anla\u00df, eine solche Entwicklung auch nur ahnen zu lassen, im Gegenteil. Ray Charles wurde im Jahre 1932 im \u201eTiefen S\u00fcden&#8220; der USA, in Albany\/Georgia, geboren. Seine Familie verzog bald darauf nach Greensheld\/ Florida, wo er im Alter von sechs Jahren an den Folgen einer Kinderkrankheit total erblindete. Ein sofortiger Eingriff h\u00e4tte zwar noch Rettung bringen k\u00f6nnen, doch dem stand &#8211; wie selbst das amerikanische Jazz-Magazin \u201edown beat&#8220; schreibt &#8211; die v\u00f6llig unzureichende Gesundheitsbetreuung der Negerbev\u00f6lkerung im S\u00fcden der USA im Wege. Die wirtschaftliche Situation seiner Eltern gestattete es gl\u00fccklicherweise, ihn auf die Blindenschule in St. Augustine\/Florida zu bringen, wo auch George Shearing aufwuchs. Hier lebte sich Ray Charles ungew\u00f6hnlich schnell in seine neue, \u201edunkle Welt&#8220; ein, und es war vor allem der Musikunterricht, der ihn von Anfang an faszinierte. Die Musik gab seinem pl\u00f6tzlich so radikal ver\u00e4nderten Dasein einen neuen Inhalt und ihm selbst inneren Halt. In der Folgezeit erw\u00e4hlte er Klavier und Altsaxophon zu seinen Lieblingsinstrumenten, auf denen er es nach und nach zu erstaunlichen Leistungen brachte. Dann traf ihn, f\u00fcnfzehnj\u00e4hrig inzwischen, der zweite Schicksalsschlag, seine Eltern verstarben innerhalb weniger Wochen. Ohne Freunde und Verwandte war Ray Charles jetzt v\u00f6llig auf sich allein gestellt, und da nunmehr das Schulgeld ausblieb, stand er vor der erbarmungslosen Notwendigkeit, den Kampf um die nackte Existenz aufzunehmen. Er sagte sp\u00e4ter dazu: \u201eIch mu\u00dfte mich entscheiden. Ich hatte die Wohl zwischen einer Stra\u00dfenecke, mit der Bettelb\u00fcchse in der Hand, oder dem Versuch, trotz allem etwas zu erreichen.&#8220; Ray Charles ging den zweiten, bedeutend schwierigeren Weg, er schlug als F\u00fcnfzehnj\u00e4hriger die Laufbahn des Berufsmusikers ein. Als Saxophonist und vor allem als Pianist fand er Jobs in den verschiedenartigsten Orchestern. Gleichzeitig arbeitete er mit unwahrscheinlicher Energie und Strebsamkeit an seiner k\u00fcnstlerischen Weiterbildung; begab er sich sogar in die Gefilde des Arrangierens. Obwohl des Notenschreibens kundig, sang er seine Arrangement-Ideen der Einfachheit halber seinen Kollegen vor. um sie von ihnen notieren zu lassen Auf diese Weise, so kurios es auch erscheint, wurde der S\u00e4nger Ray Charles entdeckt. Von seinen Kollegen best\u00e4rkt, beschritt er mit Freude und Elan das Neuland, das \u201eseine Welt&#8220; werden sollte. Siebzehnj\u00e4hrig unternahm Ray Charles den ersten Versuch zur Selbstandigkeit, er gr\u00fcndete das \u201eMaxim Trio&#8220;. Der damalige S\u00e4nger war allerdings vom heutigen meilenweit entfernt, er erinnerte an die Art von Charles Brown und Not King Colt. \u201eIch sang wie diese beiden, denn sie verdienten mit ihrer Manier eine Menge Geld, und ich wollte auch verdienen. Aber das war nicht mein wirkliches Ich.&#8220; Und dennoch kam Ray Charles auf diese Weise zu seinem ersten finanziellen Erfolg, auf den er jahrelang gehofft hatte. Des ewigen Kopierens allm\u00e4hlich m\u00fcde werdend, reifte schlie\u00dflich der Entschlu\u00df, zuk\u00fcnftig nur noch das eigene F\u00fchlen und Denken k\u00fcnstlerisch auszudr\u00fccken, selbst auf die Gefahr hin, damit erneut in wirtschaftliche Schwierigkeiten zu geraten. Ray Charles formierte erstmals eine gr\u00f6\u00dfere Besetzung&nbsp;und orientierte sich jetzt ausschlie\u00dflich an der lebensechten, vitalen, jauchzenden und klagenden Musik seines Volkes. Mit der Mentalit\u00e4t des S\u00fcdstaaten-Negers griff er zum Gospelbeeinflu\u00dften Blues-Vortrag, wurde er ein Repr\u00e4sentat des &#8222;Rhythm &amp; Blues&#8220;. Mit dieser Entscheidung zur eigenen Pers\u00f6nlichkcit nahm Anfang der 50er Jahre eine k\u00fcnstlerische Entwicklung ihren Lauf, die Ray Charles zu einem der bemerkenswertesten und erfolgreichsten Interpreten des Jazz unserer Tage werden lie\u00df \u2014und das sowohl in k\u00fcnstlerischer als auch in kommerzieller Hinsicht. Ein Kritiker nannte k\u00fcrzlich Ray Charles ein \u201ePh\u00e4nomen&#8220;. Diese Titulierung erscheint nicht \u00fcbertrieben, wenn man bedenkt, da\u00df er das \u201eWunder&#8220; zuwege gebracht hat, nicht nur die Begeisterung der Jazzliebhaber in aller Welt, sondern auch die des Schlagerpublikums zu wecken. Hinzu gesellt sich die globale Anerkennung die Ray Charles aus dem Kreis der Musiker zuteil wird vom \u201eOldtimer&#8220; bis zum \u201eAvantgardisten&#8220;. Es ist offensichtlich, da\u00df Ray Charles als Instrumenttalist zum modernen Jazz neigt, und man kann durchaus sagen, da\u00df der seit einigen Jahren so popular gewordene moderne \u201eSoul&#8220; Jazz von ihm manch wesentlichen Impuls erhalten hat. Ray Charles-Kompositionen \u2014 z. B. der -Blues Waltz&#8220;. \u201eI Got A Womon&#8220; oder \u201eThe Right Time&#8220; \u2014 geh\u00f6ren heute zum Repertoire fast jeder modernen Jazzgruppe. Die Zusammenarbeit mit Ray Charles wird f\u00fcr jeden Musiker zu einem freudigen, echt musikalischen und unverge\u00dflichen Erlebnis. Der namhafte Arrangeur Ouincy Janes, einer der langj\u00e4hrigsten Freunde von Ray Charles, berichtet: Sobald Ray am Piano sitzt, wird auch das m\u00fcdeste Orchester quicklebendig, seine Musikalttat ist einfach unwahrscheinlich. Plattenaufnahmen werden oftmals zur Tortur, doch mit Ray Charles werden sie regelm\u00e4\u00dfig zu einem gro\u00dfartigen. begeisternden Erlebnis. Der erste, der mir beibrachte, wie ein Saxophonsatz zum Klingen gebracht wird war Ray Charles.&#8220;<\/p>\n<p>Was Ray Charles auch immer singt, ob Blues, Jazz-Standards, Balladen oder popul\u00e4re Schlager, bei ihm wird alles zu Jazz der unverwechselbar eigenen Note. Mit seinen vibrierenden. rauh-heiseren wie auch lyrisch-zarten. manchmal fast kindhaften T\u00f6nen, mit seiner dem inneren Erleben entspringenden Ge-staltungskraft umgibt er jeden Vortrag mit der kraft-vollen Atmosph\u00e4re des Blues, mit dem typischen -Ray Charles Sound&#8220; Ob in der Art der expressiven Gospel-Predigt (\u201eNew York&#8217;s My Home&#8220;. \u201eI&#8217;ve Got News For You&#8220;), ob \u201eerz\u00e4hlend&#8220; und \u201eshouting* in altbew\u00e4hrten Titeln (-Basin Street Blues&#8220;. _Marie&#8220;, -California, Here I Come&#8220;, \u201eMargie&#8220;, \u201eI&#8217;m Gonna Move &#8222;: -Rosetta\u00b0, \u201eSweet Georgia Brown&#8220;, \u201eChen tanooga Choo-Choo&#8220;), ob voller k\u00f6stlichen Humors (\u201eAt The Club&#8220;, \u201eBaby. It&#8217;s Cold Outside&#8220;), ob als Instrumental-Solist in seiner \u00fcberwiegend aus Basie-Musikern zusammengesetzten, kompakt swingenden Studio-Band Ray Charles \u00fcberzeugt mit seiner k\u00fcnstlerischen Klarheit und kompromi\u00dflosen Wahr-haftigkeit. Das unterstreichen auch seine Worte: -Ich singe so, wie ich f\u00fchle. Ich versuche nicht, den Geschmack anderer zu treffen Ich bin gl\u00fccklich, da\u00df die Menschen meine Art m\u00f6gen, aber auch sonst w\u00fcrde ich immer so sein.&#8220;<\/p>\n<address>Karlheinz Drechsel<\/address>\n<h2>Titelliste<\/h2>\n<p><strong>1. At The Club<\/strong><br \/>\n(Mayfteld)<br \/>\nRay Charles (voc, p) und sein Orchester<\/p>\n<p><strong>2. Basin Street Blues<\/strong><br \/>\n(Williams)<br \/>\nRay Charles (voc, p) und sein Orchester<\/p>\n<p><strong>3. Alabamy Bound<\/strong><br \/>\n(De Sylva\u2014Green\u2014Henderson)<br \/>\nRay Charles (voc, p) und sein Orchester<\/p>\n<p><strong>4. New York&#8217;s My Home<\/strong><br \/>\n(Jenkins)<br \/>\nRay Charles (voc, p) und sein Orchester<\/p>\n<p><strong>5. Josephine<\/strong><br \/>\n(King\u2014Bivens\u2014Kahn)<br \/>\nRay Charles, Piano Solo<\/p>\n<p><strong>6. Marie<\/strong><br \/>\n(Berlin)<br \/>\nRay Charles (voc, p) und sein Orchester<\/p>\n<p><strong>7. California, Here I Come<\/strong><br \/>\n(Jolson \u2014 De Sylva\u2014Meyer)<br \/>\nRay Charles (voc, p) und sein Orchester<\/p>\n<p><strong>8. I&#8217;ve Got News For You<\/strong><br \/>\n(R. Alfred)<br \/>\nRay Charles (voc, orgon) mit dem Orchester Ouincy Janes<\/p>\n<p><strong>9. Margie<\/strong><br \/>\n(Conrad\u2014Robinson\u2014Davis)<br \/>\nRay Charles (voc, p) und sein Orchester<\/p>\n<p><strong>10. I&#8217;m Gonna Move To The Outskirts Of Town<\/strong><br \/>\n(Weldon\u2014Jacobs)<br \/>\nRay Charles (voc, organ) mit dem Orchester Ouincy Janes<\/p>\n<p><strong>11. One Mint Julep<\/strong><br \/>\n(Toombs)<br \/>\nRay Charles (organ) mit dem Orchester Ouincy Janes<\/p>\n<p><strong>12. Rosetta<\/strong><br \/>\n(Hines\u2014Woods)<br \/>\nRay Charles (voc, p) und sein Orchester<\/p>\n<p><strong>13. Sweet Georgia Brown<\/strong><br \/>\n(Bernie\u2014Pinkard\u2014Casey)<br \/>\nRay Charles (voc, p) und sein Orchester<\/p>\n<p><strong>14. Chattanooga Choo-Choo<\/strong><br \/>\n(Gordon\u2014Warren)<br \/>\nRay Charles (voc, p) und sein Orchester<\/p>\n<p><strong>15. Baby, It&#8217;s Cold Outside<\/strong><br \/>\n(Loesser)<br \/>\nRay Charles und Betty Carter (voc) mit dem Orchester Marty Paich<\/p>\n<p><strong>16. Side By Side<\/strong><br \/>\n(Woods)<br \/>\nRay Charles und Betty Carter (voc) mit dem Orchester Marty Paich<\/p>\n<p>Gestaltung: Ehbets<br \/>\nFoto: Philips<br \/>\nTon: Nico v. d. Stam<\/p>\n<p>VEB DEUTSCHE SCHALLPLATTEN<br \/>\n108 BERLIN<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>AMIGA 850063 (1 Exemplar &#8211; Eigene Sammlung)<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":286,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[132,232,44,240,43,144,238],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.amiga-lps.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/281"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.amiga-lps.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.amiga-lps.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.amiga-lps.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.amiga-lps.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=281"}],"version-history":[{"count":11,"href":"https:\/\/www.amiga-lps.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/281\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1299,"href":"https:\/\/www.amiga-lps.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/281\/revisions\/1299"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.amiga-lps.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media\/286"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.amiga-lps.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=281"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.amiga-lps.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=281"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.amiga-lps.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=281"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}