{"id":1633,"date":"1988-12-31T23:59:00","date_gmt":"1988-12-31T22:59:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.amiga-lps.de\/?p=1633"},"modified":"2022-03-27T15:23:34","modified_gmt":"2022-03-27T13:23:34","slug":"zz-top-afterburner-1988","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.amiga-lps.de\/index.php\/zz-top-afterburner-1988\/","title":{"rendered":"ZZ Top &#8211; Afterburner (1988)"},"content":{"rendered":"<p>AMIGA 856338<br>\n(eigene Sammlung)<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n\n\t\t<style type=\"text\/css\">\n\t\t\t#gallery-1 {\n\t\t\t\tmargin: auto;\n\t\t\t}\n\t\t\t#gallery-1 .gallery-item {\n\t\t\t\tfloat: left;\n\t\t\t\tmargin-top: 10px;\n\t\t\t\ttext-align: center;\n\t\t\t\twidth: 50%;\n\t\t\t}\n\t\t\t#gallery-1 img {\n\t\t\t\tborder: 2px solid #cfcfcf;\n\t\t\t}\n\t\t\t#gallery-1 .gallery-caption {\n\t\t\t\tmargin-left: 0;\n\t\t\t}\n\t\t\t\/* see gallery_shortcode() in wp-includes\/media.php *\/\n\t\t<\/style>\n\t\t<div id='gallery-1' class='gallery galleryid-1633 gallery-columns-2 gallery-size-thumbnail'><dl class='gallery-item'>\n\t\t\t<dt class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/www.amiga-lps.de\/index.php\/zz-top-afterburner-1988\/856338_zztop_f\/'><img width=\"150\" height=\"150\" src=\"https:\/\/www.amiga-lps.de\/wp-content\/uploads\/856338_ZZTop_f-150x150.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"\" loading=\"lazy\" aria-describedby=\"gallery-1-1635\" srcset=\"https:\/\/www.amiga-lps.de\/wp-content\/uploads\/856338_ZZTop_f-150x150.jpg 150w, https:\/\/www.amiga-lps.de\/wp-content\/uploads\/856338_ZZTop_f-300x300.jpg 300w, https:\/\/www.amiga-lps.de\/wp-content\/uploads\/856338_ZZTop_f-768x768.jpg 768w, https:\/\/www.amiga-lps.de\/wp-content\/uploads\/856338_ZZTop_f-600x600.jpg 600w, https:\/\/www.amiga-lps.de\/wp-content\/uploads\/856338_ZZTop_f-100x100.jpg 100w, https:\/\/www.amiga-lps.de\/wp-content\/uploads\/856338_ZZTop_f.jpg 800w\" sizes=\"(max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/dt>\n\t\t\t\t<dd class='wp-caption-text gallery-caption' id='gallery-1-1635'>\n\t\t\t\tAMIGA 856338 Cover\n\t\t\t\t<\/dd><\/dl><dl class='gallery-item'>\n\t\t\t<dt class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/www.amiga-lps.de\/index.php\/zz-top-afterburner-1988\/856338_zztop_r\/'><img width=\"150\" height=\"150\" src=\"https:\/\/www.amiga-lps.de\/wp-content\/uploads\/856338_ZZTop_r-150x150.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"\" loading=\"lazy\" aria-describedby=\"gallery-1-1636\" srcset=\"https:\/\/www.amiga-lps.de\/wp-content\/uploads\/856338_ZZTop_r-150x150.jpg 150w, https:\/\/www.amiga-lps.de\/wp-content\/uploads\/856338_ZZTop_r-300x300.jpg 300w, https:\/\/www.amiga-lps.de\/wp-content\/uploads\/856338_ZZTop_r-768x768.jpg 768w, https:\/\/www.amiga-lps.de\/wp-content\/uploads\/856338_ZZTop_r-600x600.jpg 600w, https:\/\/www.amiga-lps.de\/wp-content\/uploads\/856338_ZZTop_r-100x100.jpg 100w, https:\/\/www.amiga-lps.de\/wp-content\/uploads\/856338_ZZTop_r.jpg 800w\" sizes=\"(max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/dt>\n\t\t\t\t<dd class='wp-caption-text gallery-caption' id='gallery-1-1636'>\n\t\t\t\tAMIGA 856338 R\u00fcckseite\n\t\t\t\t<\/dd><\/dl><br style=\"clear: both\" \/>\n\t\t<\/div>\n\n<h2>Covertext<\/h2>\n<p>Was ZZ TOP bedeutet, wei\u00df man bis heute nicht. Was oder wer ZZ TOP ist, um so besser. Das waren von Anfang an und blieben bis heute Leadgitarrist und Vokalist Billy Gibbons (mit Bart), Ba\u00dfgitarrist und Vokalist Dusty Hill (gleichfalls mit Bart) und Drummer Frank Beard (trotz des Namens ohne Bart), allesamt Texaner, was sie gern mit landestypischen Kost\u00fcmteilen und Requisiten herauszustreichen pflegen.<\/p>\n<p>Gibbons hatte in Houston bei einer Gruppe namens MOVING SIDEWALKS die Tastenarbeit aufgenommen, Hill und Beard wurden nach deren Auslaufen bei der in Dallas stationierten Band AMERICAN BLUES rekrutiert und Gibbons 1970 beigesellt.<\/p>\n<p>1971 brachten ZZ TOP ihr erstes Album heraus, das sich auch so nannte. Bei der von ihnen gew\u00e4hlten Besetzung konnten Songs wie \u201eBackdoor Love Affair&#8220; oder \u201eBrown Sugar&#8220; trotz aller Bez\u00fcge zu heimischen Blues-Themen und Blues-Bildern gar nicht anders klingen als nach dem ausgangs jenes revolution\u00e4ren Jahrzehnts tonangebenden englischen Super-Trio CREAM. Zu \u00fcberzeugend und dadurch stilpr\u00e4gend war der Einflu\u00df, den die Eric Clapton, Jack Bruce und Ginger Baker mit ihrer Weiterentwicklung von schwarzem Blues zu wei\u00dfem Blues-Rock auf die transatlantischen Vettern aus\u00fcbten. Wo diese nicht mit Bl\u00e4sern aufwarten konnten, wie bei der PAUL BUTTERFIELD BLUES BAND, bei ELECTRIC FLAG oder BLOOD, SWEAT &amp; TEARS, oder wo keine afro-amerikanischen K\u00fcnstler mitmischten wie bei der JIMI HENDRIX EXPERIENCE, fielen die Vergleiche nicht unbedingt zu ihren Gunsten aus. Heute geben Gibbons\/Hill\/Beard die Vorbilder gern zu. Damals verbot nationales Selbstwertgef\u00fchl jedes derartige Eingest\u00e4ndnis; schlie\u00dflich und endlich stammte der Blues trotz aller Rassendiskriminierung eben doch aus Texas nebst Nachbarregionen und nicht aus Schottland oder England.<\/p>\n<p>Im Nachhinein erkl\u00e4rt sich aber, warum ZZ TOPs voll und wohlproportioniert klingender Blues-Rock und die artistisch recht erfindungsreichen Gitarrenlinien von Gibbons anfangs wenig mehr als lokale Anerkennung fanden. Der n\u00e4chsten LP RIO GRANDE MUD (1972) erging es noch nicht viel besser. Hier stand das Vokale (\u201eFrancine&#8220;, \u201eJust Got Paid&#8220;) zu deutlich im Banne Mick Jaggers.<\/p>\n<p>Doch sammelten ZZ TOP mit landesweiten Tourneen Anh\u00e4nger und kaum ein Jahr sp\u00e4ter kletterte TRES HOMBRES in den LP-Charts auf einen achten Platz. Gerechterma\u00dfen, denn das Trio war bei seiner Synthese von Rock und Blues in entschieden eigenst\u00e4ndigere Gefilde vorgedrungen. Der Rock hatte in Beat, Motorik und Grifftechnik keine Abschw\u00e4chung erfahren, der Blues aber eine Verst\u00e4rkung an einheimischer Ausrichtung. Und das betraf ebensogut die sozialen Botschaften &#8211; \u201eJesus Just Left Chicago&#8220; k\u00f6nnte die Schlagzeile eines Getto-Blues zu Zeiten der gro\u00dfen Wirtschaftskrise sein &#8211; wie das Musikalische. Wie sehr das unwiderstehliche Riff von \u201eLa Grange&#8220; dem von Junior Wellst&#8216; in \u201eA Tribute To Sonny Boy Williamson&#8220; aufs Haar gleicht und damit \u00fcberhaupt ein klassisches Muster ist, l\u00e4\u00dft sich anhand von AMIGA 8 55 126 (AMERICAN FOLK BLUES FESTIVAL &#8217;66) unschwer feststellen. Auch auf Tonf\u00e4rbung und Tongebung wirkte sich das aus. Dagegen beschr\u00e4nkten sich mexikanisch-spanische Ankl\u00e4nge, seit alters kein ganz nebens\u00e4chlicher Bestandteil texanischer Volksmusik, doch eher auf einzelne melodische Floskeln, gitarristische Effekte und die Einbringung von Reizworten.<\/p>\n<p>FANDANGO (1975) &#8211; mit \u201eTush&#8220; als erfolgreicher Single-Auskoppelung und dem wunderbaren \u201eBlue Jean Blues&#8220; &#8211; und TEJAS (1976) setzten die eingeschlagene Linie unbeirrt fort und schlossen zugleich eine Schaffensphase ab. Anschlie\u00dfend konzentrierten sich ZZ TOP drei Jahre erst mal auf das, was sie immer als ihre \u201eBasis&#8220; erachteten, Auftritte vor Live-Publikum und m\u00f6glichst sogar vor solchem, das tanzt. Doch waren ihre Tourneen inzwischen recht glanzvolle und eintr\u00e4gliche Ereignisse vor riesigen Auditorien. Denn harter, urw\u00fcchsiger, unverbildeter Rock erfreute sich steigender Nachfrage, pr\u00e4chtige neue Werbe-Begriffe daf\u00fcr waren aufgetaucht und ZZ TOP erlaubten sich mit der Eigenerfindung \u201eBlue Metal&#8220; f\u00fcr ihre Werke einen besonders wirkungsvollen.<\/p>\n<p>Nach der plattensch\u00f6pferischen Pause mit einer f\u00fcr die Fans unerl\u00e4\u00dflichen BEST OF-LP folgten 1979 DEGUELLO und 1981 EL LOCO. \u00c4u\u00dferlich schien alles beim Alten, aber bereits bei einzelnen Titeln von DEGUELLO (\u201eCheap Sunglasses&#8220;) und EL LOCO (\u201eTen Foot Pole&#8220;) experimentierten ZZ TOP zaghaft mit dem Moog-Synthesizer. Die LP ELIMINATOR (1983) machte dann Keyboards und Sequenzer zum festen Bestandteil ihres musikalischen Idioms.<\/p>\n<p>Obwohl ZZ TOP sich den elektronischen Kl\u00e4ngen nicht unterordneten &#8211; Hill: \u201ewir setzen die Technologie nur als Mittel ein und, egal was wir spielen, es wird immer nach unserer Band klingen&#8220; &#8211; , bem\u00fchten sie sich um stilistische Anpassugen an die gewandelten Sound-Vorstellungen der 80er Jahre. Bei ELIMINATOR, von der \u201eGimme All Your Lovini&#8220; und \u201eLegs&#8220; Single-Erfolge wurden, fielen diese Anpassungen noch zur\u00fcckhaltend aus, lie\u00dfen das fr\u00fchere Klangbild noch unangetastet nach vorn r\u00fccken, beschr\u00e4nkten sich auf die Ausfeilung gitarristischer M\u00f6glichkeiten, die auch anders als mit einem Synthesizer zu erreichen gewesen w\u00e4ren.<\/p>\n<p>Aber mit ihrer bisher letzten, hier vorgelegten LP AFTERBURNER von 1985, mit der sie gleich nach Erscheinen bis auf den ersten Platz der LP-Charts vorstie\u00dfen und die ihnen den Single-Hit \u201eSleeping Bag&#8220; einbrachte, erweisen sich ZZ TOP als un\u00fcberh\u00f6rbar ver\u00e4ndert. Sicher ertrinken sie nicht in synthetischen Mischkl\u00e4ngen und Studio-Spielereien, sondern musizieren wacker drauflos, aber die Proportionen zwischen dem vollkommen gleichm\u00e4\u00dfigen Beat, dem aufgef\u00e4cherten Gesang und dem &#8211; bis auf Choruspassagen &#8211; zur\u00fcckgemischten Gitarren sind grunds\u00e4tzlich verschoben. ZZ TOP haben damit nach Jahren des Zusammenseins, die andre vergreisen lassen, eine insgesamt innovative, allgemein anerkannte Leistung vorgelegt. Sie ist gewi\u00df noch nicht abgeschlossen, aber genau das macht sie so wichtig, und nicht nur f\u00fcr die eingeschriebne ZZ TOP-Gemeinde.<\/p>\n<p><em>Wolfgang Tilgner (1988)<\/em><\/p>\n<h2>Titelliste<\/h2>\n<p>A1 &#8211; Sleeping Bag<\/p>\n<p>A2 &#8211; Stages<\/p>\n<p>A3 &#8211; Woke Up With Wood<\/p>\n<p>A4 &#8211; Rough Boy<\/p>\n<p>A5 &#8211; Can&#8217;t Stop Rockin&#8216;<\/p>\n<p>B1 &#8211; Planet Of Women<\/p>\n<p>B2 &#8211; I Got The Message<\/p>\n<p>B3 &#8211; Velcro Fly<\/p>\n<p>B4 &#8211; Dipping Low (In The Lap Of Luxury)<\/p>\n<p>B5 &#8211; Delirious<\/p>\n<p>Produced By Bill Ham<\/p>\n<p>Engineers: Bob Ludwig, Joe Hary<br>\nBilly Gibbons: Guitar, Vocals<br>\nDusty Hill: Bass, Vocals<br>\nFrank Beard: Drums<br>\nArt Direction: Somers\/McManus\/Ayeroff<br>\nDesign: Jerry McManus<br>\nCover and Label Illustrations: Barry Jackson<br>\nAll selections written by Gibbons\/Hill\/Beard<br>\nAll selections (c) 1985 Hamstein Music Co<\/p>\n<p>ZZ Top * AFTERBURNER<br>\nKomposition, Texte und Arrangements: Gibbson\/Hill\/Beard<br>\n<strong>\u00dcbernahme von WEA Musik GmbH, Hamburg\/BRD<br>\n<\/strong>Originalaufnahme Warner Bros. Records Inc. (p) 1985<\/p>\n<p>VEB DEUTSCHE SCHALLPLATTEN BERLIN DDR<br>\nMade in German Democratic Republic<\/p>\n\n\n<h6 class=\"has-text-align-center\">16.01.2022 &#8211; ver\u00f6ffentlicht<\/h6>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Was ZZ TOP bedeutet, wei\u00df man bis heute nicht. Was oder wer ZZ TOP ist, um so besser. 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