oder: Was Du schon immer über AMIGA-(Lizenz-)Schallplatten wissen wolltest.

The Best Of The Alan Parsons Project (1985)

AMIGA 856140
(1 Exemplar – eigene Sammlung)

Vorbetrachtung

AMIGA hat die Vorderseite der Originalversion sowohl als Cover, als auch als Rückseite übernommen.

Covertext

Mit THE ALAN PARSONS PROJECT wird eine Gruppe vorgestellt, die sich kaum mit anderen erfolgreichen Rockbands vergleichen läßt. Sie geben keine Konzerte, treten nicht im Fernsehen auf und stellen sich nur höchst selten vor das Objektiv eines Fotografen. Der Grund dafür ist, daß sie im herkömmlichen Sinne eigentlich gar nicht existiert. Die Musik wird im wesentlichen von zwei Leuten gemacht – Alan Parsons und Eric Woolfson – die ihre Hits ausschließlich hinter den fensterlosen Mauern moderner Studios austüfteln, umgeben von Mischpulten und Computern, Synthesizern und Bandmaschinen. Bei Plattenaufnahmen werden sie von einem kleinen Kern qualifizierter Musikerkollegen unterstützt, allen voran der Sänger Lenny Zakatek, ein langjähriger Wegbegleiter von Parsons und Woolfson.

Als Grundrezept für die Erfolge von THE ALAN PARSONS PROJECT wird oft die perfekte Ausgewogenheit, sowohl der Persönlichkeiten als auch der musikalischen Auffassungen, der beiden Schlüsselfiguren angegeben. Beide verstehen sich als Erben der progressiven Rockbewegung der späten 60er und frühen 70er Jahre. In ihrem Studio zaubern sie Musik, die wie ein Breitwandfilm am Hörer vorüberzieht, verbinden reichhaltige Klangbilder mit einem Sinn für Sparsamkeit, komplizierte Arrangements mit leicht zugänglichen Melodien. Seit der Mitte der 70er Jahre, als Parsons und Woolfson mit ihrer ersten Platte, produziert über einen Zeitraum von zwei Jahren, an die Öffentlichkeit traten, haben sie sich stets ihrem eigenen musikalischen Konzept verbunden gefühlt, ohne Rücksicht auf Trends oder Modeerscheinungen. Bis heute haben der Soundmagier Alan Parsons und sein Partner sieben Platten produziert, jede einzelne ein Erfolg, und hatten mit ihren neuen Ideen das Rockpublikum immer auf ihrer Seite. Die Anziehungskraft ihrer Musik wird in erster Linie ihrer Flexibilität zugeschrieben, die jedoch immer ihrem ureigenen Sound untergeordnet bleibt. Die Balance von Woolfsons Pop-Sensibilität und Parsons‘ trendbestimmenden Produktionen erlaubt es ihrer Musik, sich förmlich auszustrecken, eine ungewöhnliche Instrumentierung zu benutzen und dennoch ihre Zugänglichkeit zu bewahren.

THE ALAN PARSONS PROJECT arbeitet mit einem Stamm von Musikern zusammen, hat es sich aber zum Prinzip gemacht, nicht auf bestimmte Musiker angewiesen zu sein, um dadurch in der Lage zu sein, neue Ideen so effektiv wie möglich zu verwirklichen. Parsons und Woolfson gehören zu den Pionieren des Konzepts der auswechselbaren Bandmitglieder, das früher fast nur von Solo-Künstlern (mit Studio-Bands) angewendet wurde.

Die beiden Hauptakteure kommen eigentlich aus der musiktechnischen Branche. Alan Parsons war 1967 so begeistert von der Beatles-LP „Sgt. Pepper’s Lonely Hearts Club Band“, daß er sich um einen Job in den berühmten Abbey Road Studios in London bewarb und ihn auch bekam. Er arbeitete mit den Beatles auf deren „Abbey Road“-LP und war danach an der Einspielung mehrerer Platten Paul McCartneys beteiligt. Außerdem zeichnete er für die Tonregie bei der Aufnahme des Pink Floyd-Klassikers „Dark Side Of The Moon“ verantwortlich. 1974 begann seine Zusammenarbeit mit Eric Woolfson, der bald darauf sein Manager und wenig später sein musikalischer Partner wurde. Obwohl Woolfson vom Profil her hinter Parsons zurücksteht, ist sein Beitrag als Songschreiber und konzeptioneller Mitarbeiter ausschlaggebend für den anhaltenden Erfolg der Gruppe. Und wenn die beiden einmal nicht über Ideen für neue Platten brüten, soll Woolfson in seiner englischen Lieblingskneipe bei politischen Diskussionen zu finden sein, während sich Parsons gerade mit dem neuesten Stand der Technik vertraut macht.

Die hier vorgestellte Dokumentation der musikalischen Evolution von THE ALAN PARSONS PROJECT umfaßt Titel, die zwischen 1977 und 1982 auf fünf der insgesamt sieben bis heute von ihnen erschienenen Platten veröffentlicht worden sind. 1977 begann Parsons und Woolfson mit ihrer zweiten LP eine Serie von Konzeptalben. Am Anfang stand „I Robot“, ein Ausblick in eine hochtechnisierte Zukunft, und bereits ein großer Erfolg. 1978 folgte die LP „Pyramid“ zum Thema ,Vergangenheit‘. Ein Jahr später kam das Album „Eve“ auf den Markt, auf dem es um das Thema ,Frauen‘ ging. Der Erfolg der beiden Studiotüftler und Elektronikspezialisten setzte sich auch 1980 fort. Es erschien „The Turn Of A Friendly Card“, auf der sich Parsons und Woolfson mit dem Einfluß des Unterbewußtseins auf die Entscheidungskraft auseinandersetzten. Trotz des auf den ersten Blick obskur scheinenden Themas wurde diese LP über ein Jahr lang weit oben in den Ranglisten notiert. Nach einer kurzen Ruhepause hörte man erst 1982 wieder etwas von THE ALAN PARSONS PROJECT. Mit „Eye In The Sky“ legten sie erneut eine abwechslungsreiche Aneinanderreihung ausgefeilter Kompositionen vor, die von verführerisch Sanftem bis zu aufregend Rockigem reichen. Der Titelsong, eine Abhandlung zum Thema ,Machtmißbrauch‘, setzte die Serie der vielgespielten Singles fort, obwohl die Absicht von Parsons und Woolfson auch hier eher darin bestand, ihre Konzeptionsmusik weiterzuführen, als mit Blick auf kommerzielle Single-Erfolge Kompromisse einzugehen.

Michael Wojtek (1985)

Titelliste

A1 – I Wouldn’t Want To Be Like You – 3:12
(Lenny Zakatek, solo-voc)

A2 – Eye In The Sky – 4:37
(Eric Woolfson, solo-voc)

A3 – Games People Play – 4:20
(Lenny Zakatek, solo-voc)

A4 – Time – 5:00
(Eric Woolfson, solo-voc)

A5 – Pyramania – 2:45
(Jack Harris, solo-voc)

A6 – You Don’t Believe – 4:30
(Lenny Zakatek, solo-voc)

B1 – Lucifer – 4:10

B2 – Psychobabble – 4:51
(Elmer Gantry, solo-voc)

B3 – Damned If I Do – 3:35
(Lenny Zakatek, solo-voc)

B4 – Don’t Let lt Show – 3.31
(Dave Townsend, solo-voc)

B5 – Can’t Take It With You – 4:45
(Dean Ford, solo-voc) 4:45

B6 – Old And Wise – 4:10
(Colin Blunstone, solo-voc)

Kompositionen, Texte und Arrangements:
Eric Woolfson und Alan Parsons

Übernahme von Ariola GmbH, München/BRD

VEB DEUTSCHE SCHALLPLATTEN BERLIN DDR
Made in the German Democratic Republic
Lithografie und Druck: VEB VMW „Ernst Thälmann“,
Werk Gotha-Druck
Ag 511/01/85/A   Verpackung nach TGL 10609

 

Schnellauswahl
Besucherstatistik
online: 1
user online: 0
heute: 110
insgesamt: 29155
diese Seite: 650
(seit dem 5. November 2016)
Vergleichszähler
  • 314diese Seite:
  • 46281insgesamt:
  • 49heute:
  • 61Besucher pro Tag:
  • 6. Mai 2017seit dem :